Sonntag, 28. Februar 2016

Buchrezension ,,Besser leben ohne Plastik"

Nach meinen langen Ferien und nach einiger Arbeit im Job melde ich mich bei euch zurück. 
Ich habe das neuerschienene Buch ,,Besser leben ohne Plastik" geschenkt bekommen. Ich finde das Buch sehr gelungen für Einsteiger_innen, aber auch für Müllvermeidungsprofis wie mich. Es ist eine sehr gute Inspirationsquelle und regt nochmals darüber zum Nachdenken an.
 Besonders gefallen haben mir die Gedanken, 
- am Anfang eine wissenschaftliche Einleitung zu stellen und keine esoterisch-pseudowissenschaftlichen Gedanken zu formulieren. 
- alte Verpackungen wiederzuverwenden.
- dass auch Deckel für Glasbehälter und Konservendosen mit Plastik beschichtet sind. 
- endlich diese Kotbeutel aus Plastik, die es überall gibt, durch Papiertüten, ich ergänze zudem durch Zeitung, zu ersetzen. Ich schlage zudem vor, diese samt Inhalt zu recyclen und eher wie menschlichen Kot in der Toilette oder auf dem Kompost zu entsorgen. 
- dass es auch viele versteckte Kunststoffe gibt und wie uns über die gesamten Ausmasse, alles Erdöl auf der Welt zu verbrauchen und die daraus resultierenden Folgen, leider noch gar nicht im Klaren sind. Das hat weitreichende Konsequenzen und fordert schon heute zu cradletocradle, alles wirklich zu recyceln und daraus Neues entstehen zu lassen, auf. 

Über zwei Aspekte hirne ich auch nach dem Lesen immer noch nach: 

Plastik weg - Alles grad wegwerfen? 
Im Buch wird vorgeschlagen, altes Plastik aufzubrauchen. Darin verspricht sich das Buch aus meiner Sicht, weil es eben die Gefährlichkeit von Plastik aufzeigt. Soll ich Gesundheitsschädliches wirklich weiterverkaufen oder -schenken? 

Ihr seht, es nicht so einfach sich zu entscheiden, ob Verkauf resp. Verschenken oder Recycling. Ich habe für mich folgende Lösung gefunden. Bei schnell verbrauchbaren Sachen, wie z.B. Lebensmitteln und Kosmetika, habe ich es einfach aufgebraucht. Bei Schüsseln und anderen langlebigen Haushaltsartikeln habe ich diese, da sie eh schon älter waren, durch den Restmüll verbrennen lassen. Ich wollte nicht, dass jemand anderes damit in Kontakt kommt. Deswegen habe ich mich entschieden, dass daraus wenigstens Energie entstehen soll.
In Deutschland lässt sich da mehr recyclen, so dass ich meinen jetzigen wenigen Plastikmüll sammle und ab und zu dorthin mitnehme.
Ich versuche beim Neukauf besonders auf bessere Materialien als Kunststoffe zu achten. 

Plastik ist überall. 
Plastik ist wirklich überall. Das Buch bezieht sich stark auf die Haushaltsführung. Was ist mit unserem Beruf, unserem Krankheitswesen etc.? Gerade im medizinischen Bereich wäre vieles ohne Plastik nicht möglich. Viele Wegwerfprodukte werden dort benutzt. 
Leider werden diese Bereiche kaum in der Debatte um die Plastikmüllvermeidung angetastet. Es ist noch ein langer Weg, um besser ohne brennbaren Restmüll und die schädlichen Plastikmaterialien zu leben. 

Ich kann euch das Buch zum Lesen, gerade bei Familie, und zum nach dem Lesen Weitergeben sehr empfehlen.

Herzlich, 
eure Ökonista

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